Osteopathie

(Jennifer Bauer)

Der Begriff Osteopathie kommt aus dem Griechischen und bedeutet in etwa „das Leiden der Knochen“. Bei der Heilmethode werden jedoch auch andere anatomische Strukturen behandelt.

Die Osteopathie gliedert sich in drei Bereiche, die den Bewegungsapparat (parietal), den Schädel (craniosacral), das zentrale Nervensystem und die inneren Organe (viszeral) im Fokus haben.

Bei der osteopathischen Untersuchung und Behandlung wird der Patient allerdings stets in seiner Gesamtheit betrachtet, denn Organe, Wirbelsäule, Nerven und Skelettmuskeln sind voneinander abhängig. Das heißt, dass nicht die Krankheiten und Symptome behandelt werden, sondern vielmehr deren Ursachen.

Das Ziel ist es, die körperlichen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und eine Harmonie in allen drei Säulen wiederherzustellen.

Die Osteopathie ist eine sanfte manuelle Heilmethode, die durch gezielten Druck Funktionsstörungen und Blockaden im Körper löst. Somit ist sie für jedes Alter, selbst für Säuglinge, geeignet. Sie kann in allen medizinischen Bereichen angewendet werden, bei denen funktionelle Störungen die Ursache für die Beschwerden sind.

Indikationen dafür sind:

  • Kiefergelenksprobleme
  • Schleudertraumen
  • Kopfschmerzen jeglicher Art
  • Beschwerden bzw. Verletzungen der Extremitäten
  • Rückenprobleme
  • Verdauungsstörungen
  • Sodbrennen
  • und viele weitere

 

Osteopathie ergänzt in vielen Fällen die klassische Schulmedizin, ersetzt sie aber nicht.

Eine Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, bei der der Patient seine aktuellen Beschwerden und Krankheitsgeschichte erläutert. Dabei können eventuelle Risikofaktoren ausgeschlossen werden.

Danach untersucht der Osteopath den Körper mittels verschiedener Tests, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Nachdem er Einschränkungen und Blockaden ertastet hat, führt er spezifische Tests durch, um seine Ergebnisse zu bestätigen.

Mittels manueller Techniken, wie Muskel-Energie-Techniken, Faszien-Techniken, Manipulationen, viszerale Techniken, etc. werden Muskeln, Gelenke und Faszien mobilisiert und die Selbstheilungskräfte aktiviert. So werden alle Säulen zurück ins Gleichgewicht gebracht.

Eine osteopathische Behandlung dauert in der Regel 60 Minuten. Die Anzahl der Sitzungen ist abhängig von den Beschwerden.

Eine erste Linderung der Beschwerden tritt meist sofort oder innerhalb weniger Tage auf.

Bis zur vollständigen Regulation des Körpers kann es bis zu 12 Wochen dauern.

 

In Deutschland sind osteopathische Leistungen sogenannte Heilmittel. Somit unterliegen sie der ärztlichen Verordnung.

Aus diesem Grund wird prinzipiell, als Voraussetzung für eine Behandlung, ein Privatrezept über die jeweilig erwünschte Leistung benötigt (z.B. Osteopathie).

Die eingehende osteopathische Befundung und Behandlung kann keine ärztliche Diagnose oder evtl. ärztlich notwendige Maßnahmen ersetzen.

Lediglich eine präventiv-rehabilitative, die Gesundheit fördernde Maßnahme, ohne Anspruch darauf ein Heilmittel zu sein, ist ohne Rezept möglich.

 


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